35 Jahre Bewegung und Balance
35 Jahre Beratung und Begleitung
35 Jahre Energie und Engagement
35 Jahre Kontakte und Kommunikation

Ich lade Sie zu einem sehr persönlichen Rückblick über die vergangenen dreiunddreißig Jahre ein:
Dreißig Jahre Seminardienst Hannes Sieber, Sieber Dialog und SIZE Success ... und was sonst noch geschah.

1983

Seminardienst Hannes Sieber


Nach zehn Jahren angestellter Tätigkeit als Fach- und Führungskraft in der Alten- und Krankenpflege gründete ich 1983 in Lindau am Bodensee den Seminardienst. Kein lange geplanter Weg in die Selbständigkeit, sondern der schnelle Entschluss, mehr auf meine psychische Energie zu achten und meine Lebens- und Arbeitszeit selbst bestimmen zu können.
Da im Unternehmensnamen der Vor- und Nachname des Eigentümers enthalten sein muß, nannte ich mein Unternehmen Seminardienst Hannes Sieber.
Eine der ersten Investitionen für das neue Unternehmen waren: Schreibgeräte und ein passendes Etui, die ich auch heute noch benutze.

Das Seminarprogramm 1983 des Seminardienst Hannes SieberDie Zielgruppe im ersten Jahr waren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in sozialen Dienstleistungsunternehmen.
Das erste Seminarprogramm entstand und wurde im klassischen Offsetdruck produziert und per Post an hunderte Institutionen und mögliche Interessenten verschickt.
Bereits in diesem ersten Programm führte ich ein Seminar zum Umgang mit psychisch Kranken durch.
Damals war noch keine Rede von den nun so schlagzeilenträchtigen "Psychopathen" und anderen Störungen.
30 Jahre später, im Januar 2013, wird das Trainingsjahr mit dem Seminar "Beratung oder Therapie? Psychopathologie für Berater, Trainer und Führungskräfte" eröffnet.
Kontinuität - einer meiner Erfolgsfaktoren!

Schon im ersten Jahr kamen Organisationen auf mich zu, um interne Weiterbildungsprogramme durchzuführen.
Einer dieser Kunden blieb mir und uns über 30 Jahre lang treu.

Nach einiger Suche konnte ich in der Ludwigstr. 56 in Lindau ein Büro und Seminarräume anmieten.
In diesen Räumen führte ich ab 1983 die ersten Beratungs- und Therapiegruppen durch.

                      

 

Das Geschäftsfahrrad des Seminardienst Hannes Sieber in Lindau/Bodensee

Büro und Seminarräume waren 1983 in der Ludwigstraße, direkt hinter dem Lindauer Seehafen und in unmittelbarer Nähe zum Lindauer Bahnhof. Die Wohnung war in der Gerberschanze, direkt am Bodensee. Um nun schnell zwischen Arbeit und Wohnen hin und her wechseln zu können, kaufte ich mir ein Geschäftsfahrrad mit einem Rahmen aus Aluminium. Leicht und mit fünf Gängen ausgestattet. Wunderbar, um am See zu radeln.

Meine, letztendlich 16 Jahre lange Ausbildung in Transaktionanalyse - TA ging in das dritte Jahr und ich plante die Prüfung im Anwendungsfeld Psychotherapie zu machen. Neben der TA besuchte ich in diesem Jahr Weiterbildungen in Themenzentrierter Interaktion - TZI.

Was sonst noch in diesem Jahr geschah:
Demos gegen den NATO-Doppelbeschluss.

1984

In diesem Jahr vereinbarte ich eine Zusammenarbeit mit Dr. Angelika Hamann und der dta - Deutsche Trainings- und Führungskräfte Akademie in Berg am Starnberger See. Eine Zusammenarbeit, die, in unterschiedlicher Intensität über dreißig Jahre Bestand hatte.
Für die dta übernahm ich damals die Redaktion des T.I.D. - Trainer-Informations-Dienst. Zweimal jährlich erschien ein Heft mit über 100 Seiten, die alle mit der Schreibmaschine erstellt wurden. Graphiken, Zeichnungen, etc. wurden händisch mit Tuschestiften und anderem erstellt. Fotographien mussten gesondert gerastert werden, um dann gedruckt werden zu können.
Die ersten Organisations- und Weiterbildungsprojekte führten mich schnell aus dem ursprünglichen Arbeitsbereich der sozialen Dienstleistungsunternehmen heraus und eröffneten mir Möglichkeiten in Wirtschaft und öffentlichen Organisationen.
Weiter starte ich mein berufsbegleitendes Studium der Sozial- und Erziehungswissenschaften an der Fernuniversität Hagen.

Was sonst noch in diesem Jahr geschah:
Der Waldzustandsbericht ergab, dass 50 % des deutschen Waldes von sichtbaren Schäden betroffen sind.

1985

In diesem Jahr wurde der erste Computer angeschafft: Ein Apple Macintosh mit zwei Diskettenlaufwerken, einem Layoutprogramm (Pagemaker) und ein 9-Nadel-Drucker für Lochrandpapier. Anschaffungspreis 20.000 DM.
Ab sofort wurden die (meisten) Trainingsunterlagen sowie der T.I.D. - Trainer-Informationsdienst der dta auf diesem Rechner produziert und am Drucker ausgedruckt.
Die Pixelgraphiken waren damals das Non-plus-Ultra. Ach so: Natürlich alles in schwarz-weiß.

Raus aus den Seminarräumen und Trainingshotels, sich der Realität und der Dynamik in Gruppen stellen, das wurde zu dieser Zeit interessant.
Diese Trainings draußen wurden damals noch "Überlebenstrainings" genannt. Und tatsächlich war der Co-Trainer bei diesem Seminar in Halblech ein Offizier der Fallschirmjäger aus Altenstadt. "Outdoor" kam erst viele Jahre später auf ...
Das Programm der öffentlichen Seminare des Seminardienstes umfasste 1985 bereits 14 verschiedene Veranstaltungen.

Was sonst noch in diesem Jahr geschah:
Der Glykolwein-Skandal beunruhigte Österreich und die Konsumenten österreichischer Weine.

1986

Das Programmheft mit den Seminaren wurde größer und umfangreicher. Immer mehr führte ich unternehmens- und organisationsinterne Trainings durch und war immer häufiger auf Reisen.
Die Wohnung und Seminarräume auf der Lindauer Insel waren zwar wunderbar, aber nicht ganz zentral für die immer mehr werdenden Flüge und Bahnreisen.
Ich entschied mich, von Lindau aus gesehen in Richtung München umzuziehen. Nach längerer Suche und mit Unterstützung regionaler Freunde fand ich dann in dem klitzekleinen Dorf Eurishofen, das zur Gemeinde Jengen gehört, ein geeignetes Haus mit Büro und Räumen, die zu Seminarräumen umgestaltet werden konnten.
Fünfzehn Jahre sollte Eurishofen 33 1/3 Wohnung und Geschäftssitz bleiben.

Eine weitere Tradition des Seminardienst Hannes Sieber wurde die Selbsterfahrungswoche im Schönenbacher Tal in Vorarlberg. Die Löffelauerhütte, eine komfortable Berghütte, wurde für fünf Tage zum Zuhause der Teilnehmer, die an ihren persönlichen und beruflichen Themen arbeiteten und neue Erfahrungen mit sich und anderen machten.
Ein Intensivprogramm für alle Beteiligten mit Tiefgang und Freude.

1986 war das Jahr, in dem ich die Begleitung und Supervision eines Modellprojektes der damaligen Bundesregierung übernahm: Ein ambulanter gerontopsychiatrischer Dienst mit einem multiprofessionellen Team, das eine hervorragende Arbeit leistete und wesentlich dazu beitrug, in der Altenarbeit die ambulante Versorgung zu erweitern und auszubauen.

So toll ein Mac zu dieser Zeit war, so teuer war er auch. Und jeder Support, jedes kleine Zusatzteil kostete und kostete. So entschied ich mich einen Schneider PC 1512 anzuschaffen. Der kostete nur noch 20% von einem Apple und die Firma Schneider war in der Nähe in Türkheim. Allerdings: Eine Festplatte mit 20 MB lag damals bei ca. 500 DM. Ein erstes Softwarepaket war der Star Writer, der später dann zum Star Office wurde. (Das waren noch Zeiten).

Was sonst noch in diesem Jahr geschah:
Reaktorkatastrophe in Tschernobyl.

1987

Ab 1987 waren zunehmend mehr unternehmens- und organisationsinterne Beratungs- und Entwicklungsprogramme mein Arbeitsschwerpunkt. Dennoch wurde auch das öffentliche Seminarprogramm weiter ausgebaut. Neu in das Programm kam in diesem Jahr eine Weiterbildung für Führungskräfte mit vier Modulen. An diesen Weiterbildungen nahmen dann im Lauf der folgenden Jahre unzählige (Nachwuchs-) Führungskräfte teil.

Ein weiteres neues Projekt war die Vierteljahreszeitschrift "Altenpflege Nachrichten" bzw. dann "Altenpflege Journal", die zehn Jahre lang erschien. So hatte ich zwei Zeitschriften zu betreuen, zu schreiben, Bücher zu rezensieren, und, und, und. Meistens ein Vergnügen.

Im Herbst 1987 organisierte ich zusammen mit meiner Frau Irene dann das erste Netzwerk-Treffen. Dieses Treffen sollte zu einem Ideen-Markt werden und den Teilnehmern die Möglichkeit zum Austausch von Informationen und Erfahrungen bieten. Fünf Jahre lang arbeitete das Netzwerk-Treffen regelmäßig zusammen und organisierte sich zu Treffen in ganz Deutschland. Eine Netzwerkidee viele Jahre bevor "Netzwerke" in wurden.

      

In diesem Jahr erschien auch das Buch von Bernhard Weh und mir Ganzheitliche Grund- und Behandlungspflege im C. R. Vincentz Verlag. Ein herausforderndes Projekt, denn das Buch wurde (damals noch) mit der Schreibmaschine geschrieben, überarbeitet, korrigiert, ergänzt. Eine Arbeit, die man sich heute - ausgerüstet mit den digitalen Wunderapparaten - kaum noch vorstellen kann.
Das Buch wurde in den folgenden fünfzehn Jahren dreimal neu aufgelegt und erreichte insgesamt eine Auflage von über 60.000 Stück.

Was sonst noch in diesem Jahr geschah:
Michail Gorbatschow und Ronald Reagan unterzeichneten den Vertrag über den vollständigen Abbau aller nuklearen Mittelstreckenwaffen.

1988

Das öffentliche Seminarprogramm wurde ergänzt. Die Aus- und Weiterbildung für Führungskräfte entwickelte sich zu einem dauerhaften Bestandteil aller unserer Angebote in den nächsten Jahren. Die Grundlagenmodule wurden durch Seminare zum Rechnungswesen und zum Arbeitsrecht erweitert.
Ich war auch in diesem Jahr weiter in der fortlaufenden TA-Ausbildung sowie in Fortbildungen für Organisationsentwicklung bei Karsten Trebesch.

Was sonst noch in diesem Jahr geschah:
Beim Flugtagunglück von Ramstein kollidierten drei Flugzeuge.

1989

In diesem Jahr war zum ersten Mal die Weiterbildung für Beratung im öffentlichen Seminarprogramm ausgeschrieben. Es sollte eine kontinuierliche Lerngruppe entstehen, die über einen längeren Zeitraum zusammenarbeitet. Das gelang in diesem Jahr noch nicht. Allerdings war diese Weiterbildung die Keimzelle für weitere Trainings und Seminare zum Anwendungsfeld Beratung.
Bürotechnisch gesehen gab es eine Verbesserung: Der 9-Nadel-Drucker wurde ausgemustert und als Ersatz ein S/W- Laserdrucker beschafft. Richtig teuer damals noch und auch kompliziert in der Anwendung. Die Druckqualität jedoch war umwerfend.

Was sonst noch in diesem Jahr geschah:
Öffnung der Berliner Mauer und der innerdeutschen Grenze am 9. November. Ich erinnere mich noch genau an diesen Nachmittag und Abend. Ich war im Büro und hörte die Nachrichten, dann die ersten Live-Übertragungen vom Check-Point Charlie. Unglaublich!

1990

Unternehmens- und organisationsinterne Beratung und Weiterbildung waren der größte Anteil meiner Tätigkeit in diesem Jahr.
Von der Goldgräber-Stimmung: "Auf in den Osten!" ließ ich mich nicht anstecken. Eine gute Entscheidung, wie sich später zeigen wird.

Die Management-Weiterbildungen wurden umfangreicher und wir arbeiteten in einem Team von fünf Trainerinnen und Trainern.
Mit den Inhalten und Erfahrungen aus diesen Weiterbildungen schrieb ich das Handbuch Führungskraft.
Das Grundwerk umfasste über 300 Seiten und wurde vierteljährlich mit Ergänzungslieferungen erweitert.
Für die unternehmerische Abwicklung des gesamten Verlagswesens gründete ich in diesem Jahr den Verlag Altenpflege Nachrichten.

Die Netzwerktreffen fanden weiterhin statt und die Fachpresse berichtete in einem mehrseitigen Artikel darüber.

Was sonst noch in diesem Jahr geschah:
Der erste gesamtdeutsche Bundestag trat zu einer konstituierenden Sitzung in Berlin zusammen.

1991

Eines der umfangreichsten Programme für öffentliche Seminare und Trainings des Seminardienst Hannes Sieber erschien. Die Schwerpunkte waren wieder Weiterbildungen für Trainer und für Führungskräfte.

Die zweite Auflage von Ganzheitliche Grund- und Behandlungspflege wurde im C. R. Vincentz Verlag herausgegeben.

In organisationsinternen Trainings und Weiterbildungen arbeitete ich verstärkt mit den Vorgehensweisen und Interventionen der systemischen Familientherapie. Hilfreiche Interventionen aus dieser Methode verwende ich seither in meiner Arbeit..

Die Zusammenarbeit mit der Deutschen Trainer- und Führungskräfte Akademie wurde wieder intensiver. Neben vielen organisationsinternen Beratungen und Trainings war es vor allem die dta-Trainer-Ausbildung die stark nachgefragt wurde. Im Lauf der nächsten Jahre arbeitete ich sehr viel im Team der dta in öffentlichen und firmeninternen Trainer- und Beraterausbildungen.

Was sonst noch in diesem Jahr geschah:
Aufnahme des fahrplanmäßigen Hochgeschwindigkeitsverkehrs in Deutschland mit dem Intercity-Express

1992

Nach wie vor war der Dauerbrenner "Psychische Störungen" im öffentlichen Seminarprogramm. Die Weiterbildung für Führungskräfte war ein zentraler Bestandteil des Programms. Mit der dta arbeitete ich in vielen öffentlichen und internen Trainer-Aus- und Weiterbildungen. Hier entwickelte ich ein Spezialtraining für Berater und Trainer sowie Führungskräfte zur Anwendung der Transaktionsanalyse - TA in Beratung, Führung und Training.
Fünfzehn Jahre lang führe ich dieses TA-Training mit drei Modulen in öffentlichen und internen Entwicklungsmaßnahmen durch.

Der intensive Austausch und die gemeinsame Arbeit im "Netzwerk Treffen" hatten Spuren hinterlassen. 1992 fand bei Steibis im Allgäu das letzte Treffen statt.

Was sonst noch in diesem Jahr geschah:
Der Flughafen München im Erdinger Moos wird in Betrieb genommen.

1993

Für die Jahre 1993 und 1994 erstellte ich nur mehr ein Seminarprogramm für die beiden Jahre. Das Angebot an öffentlichen Seminaren komprimierte ich auf die am häufigsten nachgefragten und gebuchten Programme: Wieder die psychischen Störungen, TA, Führung, Zusammenarbeit, und Selbsterfahrung. Die Führungskräfte-Weiterbildung bestand nun aus sieben Modulen.

Was sonst noch in diesem Jahr geschah:
Jahrhunderthochwasser an Rhein und Mosel

1994

Die öffentlichen Seminare wurden weniger, mussten weniger werden, da ich überwiegend in internen Beratungs-, Entwicklungs- und Trainingsprogrammen arbeitete: Sehr viele Reisen und Trainingstage, manchmal sieben und mehr Tage hintereinander hatte ich zu bewältigen. Viele Tage in Hamburg. Eine aufregende, eine schöne Zeit voller Energie und Enthusiasmus.

Was sonst noch in diesem Jahr geschah:
Nelson Mandela
wird erster schwarzafrikanischer Präsident Südafrikas.

1995

In diesem Jahr gab es als Seminarprogramm nur mehr ein Faltblatt mit Kurzbeschreibung und Terminen. Die Beschreibungen zu den einzelnen Trainings wurden dann extra verschickt.
Wieder gemeinsam mit Bernhard Weh schrieb ich das Buch Pflegequalität und Qualitätssicherung, das im Verlag Urban & Schwarzenberg in München verlegt wurde.
Mein Kundenkreis hatte sich in den vergangenen Jahren schon weit von der ursprünglichen Zielgruppe der sozialen Dienstleistungsunternehmen weg bewegt. Das Spektrum reichte nun über (fast) alle Arbeitsfelder im deutschsprachigen Raum: Non-Profit- und Proft-Organisationen, Verwaltungen, Hersteller, Großhandel, Finanzdienstleister, und, und ...
Seit 1993 beschäftigte ich mich mit Qualitätsmanagement und Qualitätssicherung und nahm an der Weiterbildung des TÜV zum Qualitätsauditor teil. Mit diesem Wissen und Können startete ich u. a. für die dta den Prozess bis zur Zertifizierung nach der DIN EN ISO 9001.

Was sonst noch in diesem Jahr geschah:
Veröffentlichung von Windows 95.

 

1996

Sieber Dialog

wurde ein sehr bedeutsames Jahr: Ich beendete meinen umfangreichen Ausbildungsgang in Transaktionsanalyse. 1980 hatte ich mit meiner Ausbildung bei Dr. Martha Hüsgen-Adler begonnen, damals noch mit dem Anwendungsfeld Psychotherapie. Nach zehn Jahren Weiterbildung spezialisierte ich mich auf das Anwendungsfeld Organisation. Ab 1992 setzte ich meine Weiterbildung in der Prüfungsgruppe von Nelly Micholt fort. Eine wunderbare Gruppe mit außergewöhnlichen Kolleginnen und Kollegen. Es war eine tolle Zeit in der Paradiesstraße in München. Im Frühjahr 1996 reichte ich meine schriftliche Arbeit bei der Prüfungskommission ein und im November fand die mündliche Prüfung in Darmstadt statt.
Ich hatte während dieser langen Zeit das Glück, zahlreiche bedeutende Transaktionsanalytiker kennenzulernen und von ihnen lernen zu können. Unter anderem Bob und Mary Goulding, Eric Schiff und Fanita English, die mir auch die Empfehlung zur Prüfung gab.
Die Mindeststundenzahlen für die Zulassung zur Prüfung finden sich rechts im Zertifikat. Eine TA-Ausbildung war mehr als ein Zweitages-Seminar.

Dieses Jahr war auch der Kulminationspunkt in der Zusammenarbeit mit der dta. Einen sehr großen Teil meiner Arbeitszeit investierte ich in Projekte und Programme der dta, vor allem in die Trainer- und Beraterausbildung.
Und ich entschloss mich, diese umfangreiche Zusammenarbeit zu reduzieren. In den folgenden Jahren konzentrierte ich mich wieder auf mein Unternehmen. Da die öffentlichen Seminare nur noch einen kleinen Teil der Projekte umfasste, änderte ich den Namen von Seminardienst Hannes Sieber in Sieber Dialog. Sieber Dialog wurde später der Name des Verlags.

Gemeinsam mit Sabine Stritch und Dr. Angelika Hamann veröffentlichte ich das Praxishandbuch zum dta Change Pressure Barometer: Ein Analyse- und Entwicklungsprogramm für Trainer, Berater und Unternehmen, zu dem ich auch ein umfassendes Lernprogramm entwickelte und durchführte.

Was sonst noch in diesem Jahr geschah:
Die beiden Basler Chemiekonzerne Ciba-Geigy & Sandoz fusionieren zur Novartis. Es ist die damals größte Firmenfusion der Welt.

1997

Die öffentlichen Seminare wurden weniger, aber weiterhin durchgeführt, vor allem die dreiteilige TA-Weiterbildung.
Ab diesem Jahr wurde der ehemaligen Pfarrhof in Jengen-Eurishofen zu unseren Seminarräumen. Neben einen großen Seminarraum stand ein Gruppenarbeitsraum zur Verfügung. Die Küche wurde zum "Treffpunkt" in den Pausen und nach dem Training. Viele Kontakte wurden dort geknüpft und bis heute sind wir froh, dort arbeiten zu können.

Nach dem Abschluss meiner TA-Ausbildung arbeitete ich weiter an Möglichkeiten, die umfangreichen Optionen des Ich-Zustand-Modells und der weiteren TA-Konzepte so zusammenzufassen und zu beschreiben, dass auch psychologisch nicht ausgebildete Menschen in kurzer Zeit damit arbeiten könnten. Mehr und mehr faszinierte mich die Vorstellung, Charaktereigenschaften, Stärken und Stressverhalten zu bestimmten Persönlichkeiten zusammenzufassen. Es ging mir um ein Modell, das sowohl umfassend wie auch leicht verständlich sein sollte. Bereits 1996 hatte ich deswegen Kontakt zu amerikanischen und französischen TA-Kollegen aufgenommen, um eine mögliche Zusammenarbeit in diese zu besprechen und zu klären, die Verhandlungen gingen in diesem Jahr weiter. Letztendlich konnte keine Zusammenarbeit entstehen, zu weit waren wir in unseren Vorstellungen über eine Partnerschaft auseinander.

Im Verlag brachte ich in diesem Jahr das Buch Rosa Canina heraus.
Eine überaus liebenswerte Geschichte von Reinhard Glassl mit Gemälden von Christoph Thomas.

Was sonst noch in diesem Jahr geschah:
Harry Potter und der Stein der Weisen wird veröffentlicht

1998

An öffentlichen Seminaren führte ich in diesem Jahr nur die TA-Weiterbildung durch. Für weitere Angeboten fehlten mir einfach die Ressourcen, denn ich hatte bei einem Bildungsträger, der Ganzheitlichen Bildung, ein umfangreiches Projekt zur Weiterbildung von Führungskräften übernommen.

Im Gabal Verlag erschien das Buch Wandel im Unternehmen, Praxisleitfaden Change Management, eine Neuauflage des von Dr. Angelika Haman, Sabine Stritch und mir erarbeiteten Praxishandbuchs dta Change Pressure Barometers.

Nach der Prüfung zum zertifizierten Transaktionsanalytiker schrieben Barbara Brand, Paul Fichtenau, Christoph Seidenfus und ich das Buch Transaktionsanalyse in Organisationen, den TA-Reader, der in meinem Verlag veröffentlicht wurde.

Die Entwicklung eines Persönlichkeits- und Kommunikationsmodells ging weiter. Neben den grundlegenden Konzepten der Transaktionsanalyse beschäftigte ich mit den Persönlichkeitskonzepten aus meiner Life Energy Therapy und Bio-Energetik-Erfahrung und -weiterbildung bei Dr. Stèphano Sabetti und Dr. Johannes Schneider 1979 bis 1981. Als ein weiterer Baustein eines zukünftigen Modells kristallisieren sich die grundlegenden psychpathologischen Persönlichkeits- und Charakterstrukturen heraus.
Um erste Erfahrungen zu sammeln und das Modell zu evaluieren entwickelte ich einen Persönlichkeitsfragebogen mit dem "Forced-Choice-Verfahren" zur Selbstauswertung, den ich in verschiedenen Beratungs- und Trainingsprojekten einsetzte.

In diesem Jahr stelle ich die erste Website für Sieber Dialog ins Internet.

Was sonst noch in diesem Jahr geschah:
Die Anzahl der Mobilfunk-Telefon-Benutzer stieg in Deutschland sprunghaft an.

1999

Im Rahmen der Zusammenarbeit gingen die LAP, die Ganzheitliche Bildung und Sieber Dialog auf einen gemeinsamen Stand auf der Messe in Hannover. Hier präsentierten wir das gemeinsam entwickelte Instrument PQM - Pflegequalitätsmanagement.

Ebenfalls im Zusammenhang mit Qualitätssicherung und Qualitätsmanagement kam die Beratung der dta zu einem guten Ergebnis: Die dta wurde erfolgreich nach der DIN EN ISO 9001 zertifiziert.

In Kooperation mit einer Kollegin erarbeite ich eine neue Trainerausbildung mit sechs Modulen. An den ersten drei Durchgängen nehme ich als Trainer teil, danach ist es mir aus Energiegründen nicht mehr möglich, weil die Arbeit an der Entwicklung des neuen Persönlichkeits- und Kommunikationsmodells intensiv voran ging. Ich führte erste Trainings mit dem Modell und den Konzepten durch. Die Teilnehmer waren durchwegs interessiert bis begeistert. Der Fragebogen erwies sich als zuverlässig und stellte eindeutig die sechs verschiedenen Persönlichkeitsstile fest. Rasch kursierte der Fragebogen inkl. der Auswertungsschablone bei Teilnehmern und Trainerkollegen. Es kamen Nachfragen von Trainern und Berufsorganisationen wie dem BDVT nach Fragebogen und Trainings.

Aus der neuen Reihe Arbeitshefte für die Praxis erschien 1999 als Nummer 2 das Heft Standards leicht gemacht.

Was sonst noch in diesem Jahr geschah:
In den USA wird die Fusion von Exxon und Mobil Oil zur ExxonMobil Corporation vollzogen. Es entsteht damit eines der größten Unternehmen unseres Planeten.

2000

Auch in diesem Jahr konnte ich außer der dreiteiligen TA-Weiterbildung keine öffentlichen Seminare durchführen. Zu dicht war mein Kalender mit internen Trainings- und Beratungsmaßnahmen.
Höchste Priorität hatte die weitere Entwicklung und Ausarbeitung des Modells, der Beschreibung des Modells und der Erstellung von Literatur und Teilnehmerunterlagen. Besonders wichtig war natürlich die Entwicklung und Validierung des Fragebogens. Ab diesem Jahr arbeitete ich mit meinem Kollegen Fritz Zehetner zusammen, der ein wichtiger Ideengeber und Co-Entwickler wurde.

In der Reihe der Arbeitshefte für die Praxis schrieb ich das Arbeitsheft 3, Moderation …mit Methode.

Was sonst noch in diesem Jahr geschah:
Die Weltausstellung EXPO 2000 in Hannover wird eröffnet

2001

In diesem Jahr geht die Arbeit an dem neuen Persönlichkeits- und Kommunikationsmodell mit voller Energie weiter. In insgesamt drei Klausuren arbeiteten Fritz Zehetner und ich äußerst intensiv und produktiv zusammen. Im März suchten wir nach einem Namen - und waren erfolgreich: Wir nahmen unsere Nachnamen: SIeber und ZEhetner und fertig war SIZE. Das Modell nannten wir ab 2001 SIZE Prozess, um den dynamischen, prozesshaften Charakter des Persönlichkeitsmodells zu unterstreichen.
2001 wurde ein höchst erfolgreiches Jahr rund um SIZE Prozess!

Im Herbst zogen wir von Jengen-Eurishofen ein wenig weiter in den Süden des Allgäus. Im Dezember wurde das Büro in Biessenhofen-Hörmanshofen eingerichtet. Die öffentlichen Seminare wurden weiter im ehemaligen Pfarrhof in Eurishofen durchgeführt.

Ein großer Erfolg war das Reihe Arbeitsheft 1, Anforderungen des MDK an die Qualitätssicherung in der Pflege nach SGB XI, das in diesem Jahr in der 4. Auflage erschien. Insgesamt konnten wir ab 1998 mit ca. 50.000 dieser Hefte einen Beitrag zur Verbesserung der Pflege leisten.

Und - ein ganz neuer digitaler Genosse kam zur (eher bescheidenen) Trainingsausrüstung: Eine digitale Kamera namens Canon Powershot S20. Treu und fleißig arbeitete sie bis ins Jahr 2013.

Was sonst noch in diesem Jahr geschah:
Bei den Terroranschlägen am 11. September 2001 auf das World Trade Center und das Pentagon in den USA kamen rund 3000 Menschen ums Leben

2002

Über ein Jahr intensiver Arbeit lagen hinter Fritz Zehetner und mir, als wir im Februar 2002 SIZE Prozess im Internet präsentierten.
Einen Schnappschuss dieser Website gibt der Link rechts.
Umfangreiches Material hatten wir erarbeitet, geschrieben, gestaltet und in Unterlagen, Präsentationen und Übersichten zusammengefasst. Mehrere Aus- und Weiterbildungsgänge hatten wir konzipiert, um Trainer, Berater und Führungskräfte im SIZE Prozess zu trainieren und zu qualifizieren.

Unser nächster Schritt sollte dann die Präsentation von SIZE Prozess bei Kunden und Interessierten werden. Im nächsten Jahr.

Im Frühjahr trat ich die bislang weiteste Reise zu einem Seminar an: 12.000 Kilometer nach Denpasar auf der indonesischen Insel Bali. Über 20 Stunden Flug, insgesamt vier Stunden Training, 10 Tage Urlaub. Ein Erlebnis und ein grünes Grün - unvorstellbar, eine Fahrt mit dem Katamaran über den indischen Ozean und tausenderlei kulinarische Genüsse. Trainer sein hat schon was.
Am Rande noch: 13 Jahre später wird mir eine dafür bekannte Abmahnkanzlei aus München eine Abmahnung schicken. Wegen eines Fotos, das die Agentur meines Auftraggebers im Flyer verwendet hat. Verrückte Welt.

         

Was sonst noch in diesem Jahr geschah:
Der Euro wird in zwölf Staaten der Europäischen Union als gemeinsame Währung eingeführt.

2003

Präsentation von SIZE Prozess: Im Oktober luden wir zum SIZE Prozess Symposium "Prozesse erleben" nach Salzburg ein.

                      

 

Zum Symposium konnten wir vierzig Kolleginnen und Kollegen begrüßen. Mit einem umfangreichen Programm konnten wir die verschiedenen Prozessaspekte von SIZE vorstellen und die Teilnehmer zum aktiven Mitmachen und Miterleben stimulieren. Höhepunkt war dann das SIZE Symposiums-Theater mit drei brillanten Aufführungen.
Und am Abend des ersten Tages unterhielten wir die Gäste mit Live-Musik meiner Band, dem Milkwork Jazz Ensemble.
Einen Bericht dazu hat Klaus Achtaler verfasst.

Wieder ein aufregendes Jahr rund um SIZE. Sehr viel Entwicklungsarbeit, Vorbereitungen, strategische Überlegungen. Gemeinsames Engagement, Enthusiasmus und Energie von Fritz und mir.

Was sonst noch in diesem Jahr geschah:
Die Nationalbibliothek von Bagdad wird durch Brandstiftung in der Zeit des Dritten Golfkriegs zerstört. Unersetzliche Dokumente gehen verloren.

2004

SIZE Success

2004

Weiterhin voller Einsatz für SIZE:
Zwei öffentliche Ausbildungsgänge und Zertifizierungen fanden in diesem Jahr statt. Den bisherigen Namen SIZE Prozess verwendete ab diesem Jahr
Fritz Zehetner, ich entschied mich als Firmennamen für SIZE Success.
Erste größere Entwicklungs- und Trainingsprogramme mit SIZE wurden bei meinen Kunden vereinbart und begannen in diesem Jahr. Aus den Kontakten der "ersten" Hamburger Zeit entstand eine Nachfrage nach regelmäßigen Spezialseminaren.
In 2004 startete die Reihe mit dem Training Life Balance, das sich ganz auf den Themenbereich der Lebensenergie konzentrierte.
In zweiter Auflage erschien in diesem Jahr das Arbeitsheft 4 - Situationsanalyse in Einrichtungen der Alten- und Krankenpflege.

Was sonst noch in diesem Jahr geschah:
Biotop des Jahres war die Viehweide

2005

Die Zertifizierungen Berater, Trainer und Kollegen gingen in großem Umfang weiter. Drei öffentliche Lerngänge fanden in diesem Jahr statt. Ein erster Kreis von 40 SIZE Success Coach zert. verbreitet das Modell und die SIZE Success Instrumente. Der ehemalige Pfarrhof in Eurishofen bewährt sich als Seminarzentrum.

Seit diesem Jahr arbeitete meine Frau Irene verstärkt in der Entwicklung und Erstellung der SIZE Success Profile und Potentialanalysen mit. Eine große Erleichterung!

Gemeinsam mit Fritz Zehetner schrieb ich das Buch Denken – Fühlen – Handeln, das neue SIZE Trainings- und Coachingbuch.
Dieses Buch war der Vorläufer zum späteren SIZE Reader Kontakt - Kommunikation - Soziale Kompetenz, der dann ebenfalls 2005 erschien.

Was sonst noch in diesem Jahr geschah:
In Italien wurde die Wehrpflicht abgeschafft.

2006

Aus den vielen positiven Erfahrungen der Anwender mit dem SIZE Modell und den SIZE Success Persönlichkeitsprofilen entstand die Nachfrage nach Jugendprofilen. Mit den Jugendprofilen sollten die jungen Menschen eine Orientierung über ihre Stärken und Fähigkeiten, ihre Bedürfnisse und Stressmuster bekommen. Mit einem umfangreichen Projekt wurden für Jugendliche verschiedenster sozialer Herkunft und Schulerfahrung insgesamt über 500 Profile erstellt. Jedes einzelne Profil wurde mit einen mehrseitigen Evaluierungsbogen durch einen zertifizierten SIZE Success Coach im Einzelinterview validiert. Seit diesem Jahr gehören die SIZE Success Jugendprofile zu unserem Angebot und werden von den Jugendlichen als sehr nützliches Instrument geschätzt.

Der SIZE Success Reader Kontakt - Kommunikation - Soziale Kompetenz wurde von mir als Hörbuch gesprochen und auf mehreren CDs veröffentlicht.

Mein Kollege Peter Haberstock gab mir in diesem Jahr die Idee, die sechs SIZE Persönlichkeiten und ihre Entwicklungspotentiale in Kreisform darzustellen.
Aus dieser Idee entstand dann der SIZE Success Coaching Navigator. Coaching ohne Umwege mit dem SIZE Success Persönlichkeitsmodell. Damit kann man schnell den richtigen Zugang zum Mitarbeiter, zum Coachee oder Klienten finden, den besten Zielkorridor wählen und Falltüren vermeiden. Ein äußerst erfolgreicher Ansatz!

In diesem Jahr übernahmen ich und Kollegen einen Großauftrag für ein internationales Technologieberatungsunternehmen. Mehrere hunderte Führungskräfte aller Führungsebenen trainierten in den nächsten Jahren das SIZE Success Modell im Führungskontext. Dazu entwickelten wir mehrere typische Führungssituationen, die von den Teilnehmern im Rahmen eines Drama based Trainings mit professionellen Schauspielern ausprobiert und trainiert wurden. Insgesamt zehn Schauspielerkollegen arbeiteten und arbeiten noch mit uns zusammen.

Was sonst noch in diesem Jahr geschah:
Stromausfall in Westeuropa, zehn Millionen Menschen saßen im Dunklen. Vermutet wurde, dass die Abschaltung einer Hochspannungsleitung im Emsland der Auslöser war.

2007

Gemeinsam mit Sabine Stritch und Stefan Pentenrieder entwickelten wir das Trainer-Mystery-Weekend. An einem Wochenende begaben sich die Teilnehmer ins Kloster Seeon und arbeiteten in einem fiktiven Unternehmenssetting sowohl als "Berater" wie auch als "Teilnehmer". Sie machten viele neue Experimente, Erfahrungen und Übungen. Das Trainer-Mystery-Weekend wurde zu einem "Trainingsformat", das auch firmenintern höchst erfolgreich durchgeführt wurde.

Die Nachfrage nach den verschiedenen SIZE Success Persönlichkeitsprofilen und Potentialanalysen nahm immer mehr zu. Um das hohe Druckaufkommen erledigen zu können, wurde ein Farblaserdrucker angeschafft.

Der SIZE Success Coaching Navigator wurde ins Englische übersetzt und als The SIZE Success Coaching Navigator veröffentlicht.

Eine weitere Herausforderung und Entscheidung war die SIZE Success Akademie. Ab diesem Jahr wurden alle öffentlichen Trainings auf einer eigenen Website ausgeschrieben und angekündigt. Mit dieser Entscheidung, neben der SIZE Success Zertifizierung wieder weitere Trainings anzubieten, war für mich auch der erste Schritt getan, zukünftig weniger organisationsinterne Trainings mit den damit verbunden Reisen und Hotelübernachtungen zu machen.

Als ein äußerst spannendes Projekt entwickelte sich der Reintaler Hof. Auf einer Wanderung ins wildromantische Reintal bei Partenkirchen entdeckte ich zufällig das leerstehende, ehemalige Erholungsheim der IG Metall.
Nach einigen Recherchen wurde bekannt, dass das Haus zu kaufen war: Bei mir entstand die Idee eines SIZE Success Trainingszentrums Reintalerhof als ökologisches Selbstversorgerhaus. Planungen erfolgten.
Aus dieser Idee konnte dann jedoch aufgrund verschiedenster behördlicher Auflagen und Vorschriften keine Umsetzung in die Realität erfolgen. Schade, sehr schade!
Dafür hatte ich einen Anlass, für einige Jahre Forschung rund um die Liegenschaft zu betreiben und eine eigene Dokumentation zum Reintalerhof zu erstellen. Und nebenbei entstanden sehr nette Kontakte zu ehemaligen Gästen und Mitarbeitern des Hauses.

Im Oktober dieses Jahres organisierten wir das erste SIZE Success Meeting für die zertifizierten SIZE Success Berater, Trainer und Coach am Ammersee.
Das Meeting wurde dann in den folgenden Jahren zu einem festen Ereignis für die Kolleginnen und Kollegen.
Ab 2010 luden wir dann auch Kunden und Interessierte zum Meeting ein, um den Austausch zwischen Anwendern und Nutzern weiter zu fördern.

Was sonst noch in diesem Jahr geschah:
In der Alpenregion fiel binnen weniger Tage soviel Schnee wie seit etwa 30 Jahren nicht mehr. In einigen Gebieten fielen innerhalb von 48 Stunden ca. 150 cm Schnee.

 

2008

Neue SIZE Success Berater- und Trainer-Kollegen nahmen an der Ausbildung teil und liesen sich zertifizieren. Der Kollegenkreis wuchs weiter. Wir durften eine neue Kundengruppe beraten und begleiten: Bergbahnen! Neben einer Studie zu den Bergbahngästen entstand auch der erste Mini-Ratgeber: Der einzige der stört, ist der Kunde! Beste Tipps zur Konfliktbewältigung. Die Reihe der "Besten Tipps ..." setzten wir dann fort.

In 2008 feierten wir das 25-Jahre-Jubiläum. Im Anschluss an das zweite SIZE Success Meeting wurde bei Musik und gutem Essen entspannt und gefeiert.
      

Was sonst noch in diesem Jahr geschah:
Die Finanzkrise seit 2007 belastete die Weltwirtschaft. Lehman Brothers meldete Insolvenz an.

2009

In das Jahr starteten wir mit einem Marketing-Workshop für SIZE Success. In Basel trafen sich einige spezialisierte Kolleginnen und Kollegen, um zwei Tage intensiv am weiteren Marketing zu arbeiten.
Viele neue Erkenntnisse kamen zusammen, Ideen und Vorgehensweisen, Pläne und konkrete Aktionen, vor allem die umfangreiche Befragung der zertifizierten SIZE Success Berater, Trainer und Coach. Danke dafür vor allem an Stephan Dolle, der uns dabei so gut unterstützt hat.
Weiter wurde in diesem Jahr die öffentliche Zertifizierung durchgeführt und parallel dazu das SIZE Success Handbuch erweitert.
Das SIZE Success Meeting fand wieder am Ammersee in Herrsching statt. Ein Thema war dabei die Krise und das Geld. Aus meinem Vortrag zum Thema Geld entstand dann das Buch Mein Geld und ich - Ungewöhnliche Tipps für eine ungewöhnliche Beziehung, das inzwischen in der zweiten Auflage erschienen ist.

Was sonst noch in diesem Jahr geschah:
Neustart des Teilchenbeschleunigers LHC am CERN

2010

In diesem Jahr veranstalteten wir zum ersten Mal den SIZE Praxistag, ein Tag, an dem neue Entwicklungen vorgestellt werden und bestimmte Anwendungsbereiche von SIZE Success intensiv erarbeitet und trainiert wurden.

Für Projekte in Thailand sowie eine geplante Universitätsstudie in Bangkok erstellen und validieren wir den Fragebogen sowie das Managementprofil in thailändischer Sprache. Eine hochkomplexe Aufgabe, die wir nach ca. einem Jahr sehr erfolgreich bewältigt hatten.

Ein weiteres großes Projekt in diesem Jahr war die Begleitung bei der Neubesetzung einer psychiatrischen Einrichtung. Nachdem im ersten Schritt die zu besetzenden Arbeitsplätze analysiert und die Anforderungsprofile erstellt wurden, mussten dann aus über 400 Bewerbern die geeignetsten ausgewählt und in optimal zueinander passende Teams besetzt werden. Ein Projekt, bei dem sich SIZE Success Stellenbesetzungsinstrumente wieder bestens bewährt hatten.
Dem Trend der Zeit folgend, erstellten wir ab 2010 für SIZE Success zert. Berater, Trainer und Coach Videoanleitungen. Die erste Anleitung erklärte die Aussagekraft und Anwendung der neuen Beratungsbögen, die die SIZE Success Kollegen mit den Profilen erhalten.

Was sonst noch in diesem Jahr geschah:
Die Aschewolke nach dem Ausbruch des Vulkans Eyjafjallajökull auf Island führt zu Stilllegungen des europäischen Luftverkehrs

2011

Viel Zeit und Energie investierte ich in diesem Jahr in interne Beratungs- und Entwicklungsprojekte, vor allem eine umfangreiche Beraterausbildung. Dennoch wurde in 2011 das SIZE Success Managementprofil komplett neu erstellt. Eine signifikante Erweiterung war die Auswertung und Gegenüberstellung von Wunsch- und Selbstbild im Profil. Damit kann der Proband erkennen, in welchen seiner Persönlichkeitsanteile er Stärken und Fähigkeiten unterdrückt und in welchen Arbeits- und Lebensbereichen er in eine mögliche Überanpassung geht.

Wieder einmal stand Hamburg auf dem Programm: Diesmal mit einem großen SIZE Success Meeting mit vielen Kolleginnen und Kollegen sowie Kunden.


Und wir hatten das Vergnügen, den ersten SIZE Success Praxispreis >Praktikus< unserem Kollegen Thorsten Meier für sein Programm "Ausbildung der Vertriebsbegleiter" verleihen zu dürfen.

Was sonst noch in diesem Jahr geschah:
Nach dem Tōhoku-Erdbeben und -Tsunami vom 11. März kommt es im japanischen Kernkraftwerk Fukushima I zu einer folgenschweren Unfallserie in mehreren Reaktorblöcken.

2012

Die neue Beraterausbildung startete. Ein Auslöser für die Entwicklung dieser Weiterbildung war die folgende Erfahrung und Erkenntnis: Schon seit langem stellten wir in unserer Weiterbildungs- und Beratungspraxis einen Trend fest: Ausbildungen und Trainings sollen in immer kürzerer Zeit immer mehr Inhalte vermitteln, die Teilnehmer immer schneller immer mehr lernen. Quantität und Zeitdruck statt Qualität schien das Ziel zu sein.
Allerdings ist es so, dass Wissen noch lange nicht gleich Können ist. Etwas zu Wissen ist etwas ganz anderes als etwas zu Können.
Können erreicht man nur durch praktisches Tun, durch Üben und Ausprobieren. Egal, ob es darum geht, in einer Sportart wirklich erfolgreich zu werden, ein Musikinstrument richtig zu beherrschen oder ein Handwerk auszuüben, immer sind dazu Monate und Jahre praktischen Tuns notwendig.
Dieses Können, durchaus auch im handwerklichen Sinne, wurde das Ziel der SIZE Success Beraterausbildung! Daher ist diese Ausbildung anders: Wir geben den Teilnehmern Zeit und nehmen uns die Zeit, die die Teilnehmer brauchen, um in ihrem Lern- und Entwicklungsprozess zu echter Könnerschaft zu kommen.
Und schon der erste Durchgang, der in 2012 gestartet wurde, zeigte, dass die Konzeption richtig und stimmig ist.

Eine Neuerscheinung gab es auch in diesem Jahr. Aus der Reihe der Arbeitshefte für die Praxis erschien das von Irene und mir erarbeitete Arbeitsheft 5 - SIZE Success verkaufen beraten für zertifizierte SIZE Success Berater und Trainer. Unter anderem mit einer vergleichenden Übersicht zu den aktuellen Persönlichkeitskonzepten und -modellen.

Im Herbst fand wieder das SIZE Success Meeting statt, diesmal in München. Unter anderem berichtete unsere Kollegin Dr. Annekatrin Gall von einem sehr ambitionierten Coachingprojekt mit Professorinnen. Birgit Baumann berichtet von ihrem Spannungsfeld als intere Beraterin in einer öffentlichen Verwaltung. Und Oliver Rödig stellte seine Praxis unter dem Thema "Der verkaufende Berater - was braucht mein Kunde wirklich?“ vor.

Was sonst noch in diesem Jahr geschah:
Europa wird von der Eurokrise geprägt.

 

2013

Dieses Jahr war geprägt von den 30 Jahren Praxis und Erfahrung in der Beratung und Weiterentwicklung von Menschen und Organisationen. Irene und ich sind dabei, Praxis und Erfahrungen auszuwerten, Muster zu erkennen, Schlussfolgerungen festzuhalten und vorwärts zu schauen!

Ein erster Schritt dazu war folgender:
Wir Berater wissen und können ja alles! Kein Thema ist uns fremd, keine Herausforderung zu groß. Gerne (und meist ausführlich) erklären wir anderen, wie „es“ geht, wie man „es“ macht. Aber – Können wir Berater das, was wir anderen empfehlen, auch selbst? Können wir unser Wissen, unsere Theorien und Ideen auch selbst anwenden? In der Realität?
Einen solchen „Reality-Check“ durfte ich in Anfang Mai 2013 erleben und erfahren. Eigentlich ja schon seit Mitte 2012. Es ging darum, ein internationales Treffen von Holzkunsthandwerkern und Drechslern zu organisieren und durchzuführen. Ca. 1.500 Besucher wurden erwartet, zwei Tage lang sollte es dauern. Alles Non-Profit. Zwei Menschen die das organisieren, einer davon ich. Eine regionale Gruppe von ca. 30 Holzkunsthandwerkern und Drechslern aus allen Berufsgruppen und Altersklassen als „Mitarbeiter“ und Helfer. Eineinhalb Jahre Vorlaufzeit. Kann das klappen?
Nun, wie "es" gegangen ist, wie der "Reality-Check" als Berater ausgegangen ist, läßt sich beim Drechslerforum-Treffen 2013 nachlesen.

Weitere Schwerpunkte in diesem Jahr waren zwei Buchveröffentlichungen. Zum einen die Beschreibung der Anwendung der SIZE Persönlichkeiten auf den Kundenkontakt, die Verkaufsberatung und den Verkauf. Mein Kunde und ich - Verstehen - Beraten - Verkaufen.
Als Arbeitsunterlage zum Seminar im Januar erschien das Arbeitsheft 6 - Beratung oder Therapie? - Psychopathologie für Berater, Trainer und Führungskräfte. Abseits aller aktueller Sensationsgier rund um "Psychopathen" zeige ich in diesem Buch psychopathologisches Grundlagenwissen und eine Systematik, die Berater, Trainer und Führungskräfte bei der Einschätzung ihrer Interventionsmaßnahmen unterstützt.

Was sonst noch in diesem Jahr geschah:
Es werden Abhör- und Spionageaktivitäten verschiedener westlicher Geheimdienste in ungeahnten Ausmaß bekannt. Die Bevölkerungen und Regierungen der betroffenen Länder scheinen an diesem Skandal weitgehend uninteressiert zu sein. Rechtliche Konsequenzen scheint es keine zu geben.

 

2014

Im Jahr 2014 ging der erste SIZE Success Beraterausbildung Abschluss 2014Lerngang der SIZE Success Beraterausbildung zu Ende. Drei Jahre, insgesamt 27 Tage Präsenztraining und viele Stunden mit Selbstlernen und Lernen in Lerntandems hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer hinter sich, als wir uns im Oktober in der Wies zum letzten Modul trafen.
Gemeinsam zogen wir Bilanz. Und konnten feststellen, dass die SIZE Success Beraterausbildung anstrengend war, eine hohes Mass an Eigenmotivation verlangt und unmittelbar dazu stimuliert, das Gelernte anzuwenden und in einer eigenen Beratungspraxis einzusetzen.
Ein weitere wichtiger Punkt der Beraterausbildung waren die Lernprozesse innerhalb der Lerngruppe. Das Umgehen mit den eigenen Persönlichkeitsanteilen, Stressmustern und Bedürfnissen, die auch alle mehr oder weniger in die professionellen Beratungsprozesse miteinfliessen. (Ob das der Berater will oder nicht.)
Fazit der Teilnehmerinnen und Teilnehmer: Ich habe gelernt, ich habe mich entwickelt, ich will und werde beraten!

Nach mehrjähriger Forschung, Evaluation und Praxistests konnten wir in 2014 das SIZE Success Management- und Karriereprofil als weiteres Tool in die SIZE Success Toolbox aufnehmen.
Das SIZE Success Karriereprofil ist ein Persönlichkeitsinventar mit integriertem Coachingprogramm. Für die Karriereplanung, den Karrierestart und die Begleitung während der Karrieresteuerung. Für Berufsstarter, Karriereplaner, Personalberater, Führungskräfte, Berater, Coach, Trainer und Personalentwickler.

Was sonst noch in diesem Jahr geschah:
Das Jahr 2014 war global gesehen und in einigen Ländern (z. B. Deutschland, Österreich, Frankreich, Großbritannien, Schweden) das heißeste Jahr seit Beginn der NOAA-Wetteraufzeichnungen 1880. Ob es an der Hitze lag, dass ein Flugzeug der Malaysia-Airlines mit 239 Menschen an Bord im Bereich des Indischen Ozeans spurlos verschwand und bis heute keine Erkenntnisse über das Schicksal der Menschen vorliegen?

 

2015

Der SIZE Success Stellenbesetzungsprozess wird von Unternehmen und Personalberatungen immer stärker nachgefragt. Erfahrungen, Rückmeldungen und Anregungen aus der Personalpraxis geben Impulse zu weiteren Entwicklung und zum Ausbau des Instrumentariums. Als wesentliche Erneuerung kommt in SIZE Success Stellenbesetzungsprozess2015 ein deutlich erweitertes Anforderungsprofil dazu. Die Rangreihen mit den Kennzahlen werden nun noch ausführlicher beschrieben und der Bewerberabgleich beschreibt die Übereinstimmungen und Abweichungen bei den einzelnen Kandidaten im Detail.

Als Datenbank für die Überprüfung der Anforderungen und als Basis für Empfehlungen stehen den Anwendern ab sofort über 200 anonymisierte Anforderungsprofile aus den verschiedenen Hierarchieebenen, unterschiedlichen Branchen und Arbeitsfelder zur Verfügung.

Die Treffsicherheit des SIZE Success Stellenbesetzungsprozess zeigt sich seit nunmehr zwölf Jahren in der Praxis der Anwender. Neben der Sicherheit im Auswahlprozess können mit den Auswertungen auch Persönlichkeit- und Management- und Karriereprofile für die ausgewählten Bewerber erstellt werden. Dies Profile sind dann eine Ausgangsbasis für die Personalentwicklung und für weitere begleitenden (Einarbeitungs-)Maßnahmen im Unternehmen oder der Organisation.

Seit 2010 beschäftigen wir uns mit der Entwicklung, dem Design und der Herstellung von Lern- und Lehrmaterialien, die das Handeln fördern, das Ausprobieren, das Machen und Tun. In 2015 haben wir nun diesen Aufgabenbereich erweitert und eine Werkstatt dafür eingerichtet.

Was sonst noch in diesem Jahr geschah:
In diesem Jahr war Europa damit beschäftigt, mit der Flüchtlingskrise und der extrem hohen Zuwanderung von Flüchtlingen umzugehen. Humanitäre Ideen verschwanden mehr und mehr aus der Diskussion. Ängst machten sich breit und förderten ein zunehmend aggressiver werdendes rassistisch und faschistisches Klima.

 

2016

SIZE Success Symposium 2016 - Mitarbeiterauswahl33 Jahre sind nun seit der Unternehmensgründung vergangen.
Zeit, um sich von Aufgabenbereichen zu trennen.
Zeit, um andere Aufgaben in den Vordergrund zu holen.
Zeit auch, um Neues zu beginnen.

Eine Veränderung in 2016 war die Entscheidung, die Organisation der öffentlichen Seminare ab dem nächsten Jahr in jüngere Hände zu geben. Yvonne Funcke und Ralf Brenner, hochprofessionelle Kollegen, die ich seit vielen Jahren kenne und schätze, werden nun mit Ihrem Unternehmen Fromm Managementseminare & -beratung KG in Hamburg diese Aufgabe übernehmen.

Veränderungs- und Entwicklungsprozesse initiieren und begleiten.
Ganz weit weg von den Annahmen und Techniken des klassischen Change Managements. Das ist unser SIZE Success Ansatz. 2016 weiter ganz aktiv in Organisationen und bei Kunden. Aktuelles dazu immer unter Aktuelles.

Nicht zuletzt: 2016 haben wir das SIZE Success Symposium "Die Richtigen finden - Arbeitsplatzanalysen, Mitarbeiterauswahl und Mitarbeiterentwicklung" in Eurishofen-Jengen veranstaltet. Nach einer überaus spannenden Performance "Schaufeln" von Karl Schleich, haben u. a. Dr. Annekatrin Gall und Birgit Baumann von ihren Projekten rund um die "Richtigen" berichtet.

Im Jahr 2016 treffen wir weiter die Entscheidung, unsere Büro-, Seminar- und Arbeitsräume umzugestalten und zum Teil zu erweitern. Dazu werden wir in 2017 ein passendes Haus bauen lassen, in dem dann Seminare, Beratungsgespräche und handwerkliches Arbeiten stattfinden können.

Was sonst noch in diesem Jahr geschah:
Die Briten entscheiden sich dafür, aus der Europäischen Union auszutreten. In den USA werden sehr merkwürdige Menschen zu Präsidentschaftskandidaten ernannt, und - man mag's nicht glauben - tatsächlich gewählt.

 

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2017

Ganz neue Perspektiven eröffnen sich:
SIZE Success bekommt ein eigenes Seminarhaus. Im Januar ging es mit einer intensiven Suche nach geeigneten Gewerbegrundstücken los.

Anfang Juni dann der nächste Schritt: Das Grundstück wird vermessen und auf unseren Bedarf "massgeschneidert". Im August kaufen wir das Grundstück.
Am 15. September beginnt der Bau, am 8. November steht das erste Haus, am 23. November das zweite. Ab da beginnt der Innenausbau.
Ab Juli 2018 können dann die Seminare und Beratungen im neuen Haus starten.

Ein neues Projekt starten wir im Sommer 2017 - Klimawandel im Bad, ein Entwicklungsprogramm für Mitarbeiter und Organisationen im Wellnessbereich.

Sehr erfolgreich ist 2017 weiter der Entwicklungsprozess Organisationsentwicklungsprozess "Digitale Kommune". Insbesondere das Konzept der internen Change Agents, bringt unsere Klientenorganisation gut voran.

Was sonst noch in diesem Jahr geschah:
Bei einem Massaker werden im amerikanischen Las Vegas 58 Menschen von einem einzelnen Täter erschossen und mehr als 520 verletzt.

 


35 Jahre freiberuflich-beraterischer Tätigkeit, mehr als 3000 Seminartage, 20.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, Klientinnen und Klienten, über 300, teilweise Jahrzehnte lang beratene Unternehmen und Organisationen - Erfahrungen genug, ein Fazit zu ziehen?

Möglicherweise! Drei Aspekte fallen mir auf:

Energie, das Leben als Energiethema und Energieprozess, letztendlich die Lebensenergie hat die vergangenen dreißig Jahre sehr stark beeinflusst und wird immer noch bedeutsamer. Die Frage, wo bekomme ich meine psychische Energie her, beschäftigt uns, unsere Klienten und Teilnehmer und die von uns beratenen Organisationen. Intrapsychische Probleme, Schwierigkeiten im Miteinander und Engpässe in Organisationen habe immer in irgendeiner, in der Regel sogar sehr bedeutenden Rolle, mit Energie zu tun. Was immer in den vergangenen dreißig Jahren an Neuerungen, oft auch nur neuen Moden oder gar nur neuen Namen in der Beratungs- und Trainingsszene entstanden ist, lässt sich immer wieder auf das Thema Lebensenergie zurückführen. Unter anderem auch deshalb arbeiten wir daran, das Konzept der Lebensenergie noch umfassender in die Lebensthemen im SIZE Success Persönlichkeitsmodell zu integrieren.

Auch, aber nicht ausschließlich, im Zusammenhang mit der Lebensenergie erfahren wir eine Zunahme der Emotionalen Pest. Ein Konzept, das von Wilhelm Reich beschrieben wurde: "Ein wesentlicher Grundzug der emotionellen Pest ist, dass sich das Verhalten und die Begründung für eben dieses Verhalten niemals decken. Das wirkliche Motiv ist verdeckt und ein scheinbares Motiv wird für das Verhalten vorgeschoben." Menschen, die von der emotionellen Pest befallen werden, sind zunehmend unduldsamer gegenüber jeder Art von spontaner Lebensäußerung, Lebendigkeit, Gefühlen und Lustempfinden. Sie versuchen ständig, andere niederzuziehen oder das Leben der anderen zu lenken. Die emotionale Pest ist Ausdruck und Zeichen von Energieblockaden oder fehlender Energie. Mehr dazu werden wir bei SIZE sicher in den nächsten Jahren erarbeiten.

Eine weitere Erfahrung der vergangenen dreißig Jahre: Das digitale Fliessband, das immer weitere Bereiche unseres Lebens, beruflich wie privat durchdringt und bestimmt und jede Form von Lebendigkeit einengt und unterdrückt. So wie mechanische Fliessbänder, zwingen digitale Fliessbänder dazu, bestimmte Abfolgen und Reihenfolgen einzuhalten. Spontanes und kreatives Handeln wird mehr und mehr unmöglich. Die digitalen Anwendungen und Techniken steuern unser Verhalten als Menschen, statt dass sie uns dabei unterstützen, lebendig, kreativ und unberechenbar zu sein.

Zum Schluss:
Das Geschäftsfahrrad gibt es immer noch und erfüllt zuverlässig seinen Zweck. Auch für längere, über 170 km lange Tagestouren ist es immer noch das Beste. Investition in den dreißig Jahren waren je ein Laufrad vorne und hinten, einige neue Schläuche und Mäntel sowie eine neue Gangschaltung. Statt der ursprünglichen fünf, sind es nun sechs Gänge. Für mich ausreichend. (Nennt man das auf neudeutsch nun Nachhaltigkeit? Oder Konsumverweigerung?)